Bundesprogramm zur Förderung des Umbaus der Tierhaltung: Beantragung von Fördermitteln ab jetzt möglich!

Das Bundesprogramm zur Förderung des Umbaus der Tierhaltung in Deutschland geht einen Schritt weiter: Seit dieser Woche können alle schweinehaltenden Betriebe, die besonders tiergerecht arbeiten, Anträge auf die Feststellung ihrer Förderfähigkeit stellen. Diese Feststellung ist eine Voraussetzung für die Förderung der laufenden Mehrkosten, die mit einer besonders tiergerechten Wirtschaftsweise verbunden sind.

Die Förderung wird jährlich ausgezahlt und an der Anzahl der gehaltenen förderfähigen Tiere (Sauen, Ferkel, Mastschweine) fest gemacht. Bei der konsumtiven Förderung wurde auf meine Initiative hin die Förderung für kleine Betriebe nochmal verbessert, um die Skalierungsvorteile großer Betriebe besser abzufedern. 

Für bis zu 50 Sauen, 1.500 Aufzuchtferkel und 1.500 Mastschweine können 80 Prozent der laufenden Mehrkosten gefördert werden. Für darüber hinausgehende Tierzahlen bis 200 Sauen, 6.000 Aufzuchtferkel und 6.000 Mastschweine können 70 Prozent der Mehrkosten gefördert werden. Betriebe, die mehr Tiere halten, können auch förderfähig sein. 

Weitere Details zur Förderung und zur Antragstellung sind unter folgendem Link zu finden. 

Damit die Betriebe als förderfähig anerkannt werden können, müssen sie entweder Mitglied in einer zuvor anerkannten Organisation sein oder an einem anerkannten Kontrollsystem teilnehmen. Die Liste dieser Erzeugerorganisationen und Kontrollsysteme, deren Mitgliedsbetriebe Anträge auf die Förderung stellen können, gab die Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) bekannt. Sie umfasst bislang rund 20 Organisationen beziehungsweise Kontrollsysteme, darunter Bioland e.V., das Tierschutzlabel “Für Mehr Tierschutz” des Deutschen Tierschutzbundes e.V. und die Raiffeisen Viehverbund e.G. Die Liste wird fortlaufend aktualisiert und ist hier auffindbar.

Ziel des Bundesprogramms ist es, die Tierhaltung in Deutschland zukunftsfest zu machen. Sie soll verlässliche und wirtschaftlich tragfähige Perspektiven für Landwirtinnen und Landwirte bieten, gleichzeitig aber auch tiergerecht und klimaschonend sein.