Solche Bilder darf es nicht mehr geben  

Tierwohl ist gesellschaftlich in aller Munde. Gleichzeitig kommen aber immer mehr  Tierschutzskandale ans Licht. Kranke und vergessene Hühner gestern, verletzte und „ übersehene“  Schweine heute. Und der Kreis Coesfeld immer vorne dabei.  

 „Solche Bilder darf es hier und überall nicht mehr geben,“ so Dr. Anne Monika Spallek, MdB, für  Bündnis 90/Die Grünen. „Es ist überfällig, dass wir die bestehenden Lücken in der  Nutztierhaltungsverordnung schließen und das Tierschutzgesetz verbessern. Die Nutztierhaltung  muss endlich überall artgerecht umgebaut werden und dabei werden wir in der Ampel die  Landwirt*innen auch unterstützen,“ macht das Mitglied des Ausschusses für Ernährung und  Landwirtschaft entsetzt deutlich. „Und auch das Bau- und Genehmigungsrecht werden wir dazu  entsprechend anpassen.“  

Auch Mareike Raack, Landtagskandidatin Bündnis 90/Die Grünen und Fraktionssprecherin der  Grünen Kreistagsfraktion findet klare Worte:  

“Die Tierschutzskandale in Billerbeck zeigen auch, was auf landespolitischer Seite verschlafen  worden ist. Dass solche Vergehen immer häufiger nicht durch das Veterinäramt, sondern durch  Tierschützer*innen aufgedeckt werden, ist ein Unding und zeigt die unzureichende personelle  Ausstattung der Ämter. Genauso wie im Bund braucht es auf Landesebene eine Politik, die sich für  die Tiere einsetzt.“  

Dem kann auch Hanna Hüwe, Kreissprecherin der Grünen und Fraktionssprecherin im Rat der Stadt  Billerbeck, nur zustimmen. Sie hatte bereits bei den Vorfällen des Legehennenbetriebes im Rat  Billerbeck nach Konsequenzen gefragt. Bisher bleiben Antworten aus. „ Es wird endlich Zeit, dass der  Kreis hier eine echte Fehlerkultur etabliert!“, fordert sie. „ Es kann nicht sein, dass keine weiteren  Konsequenzen bei Fehlverhalten drohen.“. Sie verlangt ein transparentes und umfassendes  Aufarbeiten der Ereignisse sowie eine proaktive Informationspolitik.  

Und dazu brauchen die Veterinärämter, auch nach Auffassung der Grünen Kreistagsfraktion, endlich  mehr Personal. Sie wollen nun das Gespräch mit dem Veterinäramt suchen, um gemeinsam eine  Strategie zu entwickeln, welche solche Bilder in Zukunft verhindern soll. 

20.12.2021

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